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Lüften im Schlafzimmer: Wie schnell wird die Luft schlecht?

Raumgröße, Personenzahl und Fenster eingeben. Der Rechner schätzt, wie stark der CO2-Gehalt über Nacht ansteigt, und vergleicht ihn mit den Leitwerten des Umweltbundesamts.

Personen im Raum
Fenster und Tür nachts

Dein Ergebnis

Warum CO2 im Schlafzimmer wichtig ist

Beim Atmen geben wir Kohlendioxid (CO2) ab. In einem geschlossenen Schlafzimmer steigt der Gehalt über Nacht stark an. CO2 selbst ist in diesen Mengen nicht giftig, es ist aber ein guter Anzeiger für verbrauchte Luft. Hohe Werte gehen mit Müdigkeit, Kopfschmerzen und schlechterer Schlafqualität einher.

Leitwerte des Umweltbundesamts

CO2-GehaltBewertung
unter 1.000 ppmhygienisch unbedenklich
1.000–2.000 ppmhygienisch auffällig – mehr lüften
über 2.000 ppmhygienisch inakzeptabel

So rechnet der Rechner

Ein schlafender Mensch atmet etwa 12 Liter CO2 pro Stunde aus. Wie schnell frische Luft nachströmt, beschreibt der Luftwechsel: Bei geschlossenen, dichten Fenstern wird die Raumluft nur etwa 0,1-mal pro Stunde ausgetauscht, bei älteren Fenstern etwa 0,3-mal, bei gekipptem Fenster grob 1- bis 2-mal (wir rechnen mit 1,5). Daraus ergibt sich der Verlauf über die Nacht:

CO2(t) = Außenluft + Ausstoß ÷ (Luftwechsel × Raumvolumen) × (1 − e−Luftwechsel × t)

Das ist eine Schätzung. Wind, Temperaturunterschied und offene Türen verändern den Luftwechsel stark. Genau weißt du es nur mit einem CO2-Messgerät.

Tipps

  • Vor dem Schlafengehen 5–10 Minuten stoßlüften, im Winter kürzer.
  • Wenn möglich die Zimmertür nachts offen lassen, das vergrößert das Luftvolumen.
  • Ein gekipptes Fenster bringt Frischluft, kühlt im Winter aber die Wände um das Fenster aus. Dann Heizung so einstellen, dass es nicht zu kalt wird.

Alle Ergebnisse sind Richtwerte zur Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Hast du über längere Zeit Schlafprobleme, sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Der Rechner läuft komplett in deinem Browser, es werden keine Daten gespeichert oder verschickt.

Quellen: Umweltbundesamt, Gesundheitliche Bewertung von Kohlendioxid in der Innenraumluft (Ad-hoc-Arbeitsgruppe, Bundesgesundheitsblatt 2008); Umweltbundesamt, Ratgeber „Atemluft in Innenräumen“.